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Mobile Infrastruktur Lösungen

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Mit Small Cell oder DAS (Distributed Antenna System) Lösungen reagieren die Infrastruktur-Hersteller auf die im folgenden Artikel beschriebenen Anforderungen an die mobile Arbeitswelt.

Wi-Fi migriert zum Ethernet der mobilen Arbeitswelt

Das IT-Marktforschungsunternehmen Gartner sagt voraus, dass 40% der Unternehmen Wi-Fi als Standard-Netzzugang für die mobilen und nicht-mobilen Geräte im Jahr 2018 nach verwenden werden. Die Vorhersage bestätigt den schon längst im Gange befindlichen Wandel klassischer Arbeitsplatzmodelle in mobile Arbeitsplatzstrukturen. Auch die i.d.R. fest verkabelten Geräte wie; Desktops, Tischtelefone, Projektoren werden zukünftig das WLAN als ihre primäre Verbindung verwenden. Die viel diskutierte Entwicklung von BYOD (Bring Your Own Device) unterstreicht diese Tendenz. Unternehmensweite WLAN-Netzwerke ermöglichen es den Arbeitsnehmern, jedes Gerät zu nutzen und sich frei am Arbeitsplatz zu bewegen. Den anfänglichen Sorgen der Unternehmens-IT bzgl. der Sicherheit, wirken mittlerweile die Einführung von Sicherheitsmaßnahmen wie 8021.1X mit AES-Verschlüsselung für die vorhandenen WiFi-Strukturen entgegen.

Seit Beginn der Vernetzung ist die Ethernet-Verkabelung Basis der Systemkommunikation im Geschäftsleben. Hinzu kommt eine Vielzahl weiterer Verkabelungsschnittstellen wie USB, Micro-USB oder VGA. Konträr, aus Sicht der Konnektivität, hat sich ist der Consumer-Bereich entwickelt. Wegen größtenteils nicht vorhandener Verkabelungsinfrastrukturen im Home-Bereich, wurde hier gleich auf funkbasierte Netzwerke gesetzt. Fast jeder besitzt heute einen Internetzugang mit integriertem WLAN-Router. Mit Zunahme der Smartphones, Tablets, Labtops und weiterer Consumer-Geräte, wurden diese daher weitestgehend für einen drahtlosten Einsatz konzipiert.

Dieser Trend treibt nun die Anpassung der Unternehmensnetzwerke an die liebgewonnenen Möglichkeiten, ein individuelles Arbeitsmittel eigener Wahl einzusetzen und sich gleichzeitig an jedem Ort frei zu bewegen.

Moderne Wireless-Lösungen bieten hier Kabelersatz und reduzieren die Kosten für MAC (Move Add Change). Denn gerade Umzüge, Ergänzungen oder Veränderungen sind für die IT-Organisationen mit zusätzlichem Zeitaufwand und hohen Kosten verbunden. Systeme die mit WLAN kommunizieren, benötigen i.d.R. nur ein Stromkabel und können sofort am neuen Standort, oftmals durch den Nutzer selbst, wieder in Betrieb genommen werden.
Aufgrund der vielen Vorteile funkbasierter Kommunikation prognostiziert Gartner, dass sich innerhalb der Unternehmen ein Wandel abzeichnet was den Netzzugang angeht. Man erwartet, dass viele Organisationen bei der Kommunikation auf Wireless-by-default setzten und ein Wired-Anschluss die Ausnahme sein wird.

Um mit der neuen Wireless-First Realität umzugehen, werden Anpassungen an den Kabelnetzwerken erforderlich. Auf Anbieterseite arbeitet man daran, diese Wi-Fi First Welt zu etablieren. Es sind neue Ethernet-Standard`s erforderlich, um die zukünftigen WLAN-Infrastrukturen wie z.B. Wave 2 des 802.11ac Wireless Access Points (AP) mit ausreichend Bandbreite zur Verssorgen. Diese arbeiten mit einem theoretischen maximalen Durchsatz von bis zu 3.5Gbps.

Neue Standards sind alleine deshalb schon erforderlich, da Gigabit Ethernet im Zusammenhang mit dieser Entwicklung einen Engpass darstellt und aktuelle Alternativen nicht attraktiv sind. So würde z.B. eine Link-Aggregation zwei Gigabit-Ethernet-Verbindungen für jeden Wi-Fi AP bedeuten. Um diese Infrastruktur zu unterstützen, wären eine zusätzliche Verkabelung und mehr managed Switche erforderlich. Die Verwendung von 10GbE wäre ein Overkill für bereits vorhandene Wireless-Infrastrukturen. Ein Upgrade auf 10-GbE ist eine bedeutende Investition in eine komplett neue Infrastruktur, bestehend aus Kategorie 6a oder -7 Kabeln, mit mehr Leistung und mehr Verkabelung.

Leider gibt es derzeit zwei Fraktionen die versuchen ihre eigenen, neuen Ethernet-Spezifikationen im Markt zu pushen.

Eine Fraktion, die MGBase-T-Allianz, hat sich im Juni 2014 formiert. Ihr gehören die folgenden Unternehmen an: Avaya, Aruba Networks (ARUN) und Brocade (BRCD) sowie Komponenten-Anbieter Broadcom (BRCM) und Freescale Semiconductor.

Im Oktober 2014 hat sich die zweite Gruppe, als NBase-T Allianz bekannt, zusammengefunden. Diese Fraktion besteht aus Cisco (CSCO), Intel, Xilinx (XLNX), Freescale und Aquantia, einem Unternehmen, dass bereits jetzt 2.5G / 5G Komponenten herstellt.

Im Moment ist die einzige Vereinbarung zwischen den beiden Parteien, dass 2,5 Gbps und 5Gbps Geschwindigkeiten benötigt werden. Die IEEE 802 LAN / MAN Standards Committee hat die P802.3bz 2,5 / 5GBase-T Task Force einberufen, um dieses Problem zu beheben.

Mittlerweile gibt es für Unternehmen, die sich mit der Implementierung einer neuen, zukunftsorientierten Wireless-Infrastruktur beschäftigen einen ersten Lichtblick. Wie im CommScope Standards Advisor Report aus Q1/2015 gemeldet, hat sich das 802.3bz committee zumindest auf folgendes geeinigt:

  • Die 2,5 GBase-T Option wird auf Cat 5e laufen (Klasse D) 4 Paar UTP bis zu 100 m, und
  • Die 5 GBase-T Option wird auf Cat 6 (Class D) 4 Paar UTP bis zu 100 m laufen.
  • Der offizielle Freigabetermin steht noch aus

SmallCell

Unter Berücksichtigung dieser Entwicklung ergeben sich bei Betrachtung der erforderlichen Infrastruktur durchaus Parallelen zur bekannten Strukturierten Gebäudeverkabelung. Der Aufbau einer Small Cell Infrastruktur wäre hier der richtige Ansatz. Auf dieser Basis lassen sich dann WLAN-AP`s und dual-band radio nodes für die simultane Nutzung von 3G/LTE bis hin zu dual-carrier LTE nach Bedarf verteilen. Übrigens auch ein Interessanter Ausblick für Eigentümer gewerblich genutzter Immobilien.

 

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